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Die Renaissance in Italien

admin 10. Mai 2008

Die Renaissance beginnt in Italien bereits im 14. Jahrhundert. Der Begriff “Renaissance” ist den Zeitgenossen aber unbekannt, er kommt erst in der französischen Kunstgeschichtsschreibung des 19. Jahrhunderts auf und bezeichnet hauptsächlich die bildende Kunst und Architektur; man denke dabei an Universalgenies wie Michelangelo Buonarroti und Leonardo da Vinci. Giorgio Vasari (Geschichtsschreiber, 1511-1574) verwendet den Ausdruck “rinascita”, dieser bedeutet Wiedergeburt der Antike.

Die Wurzeln der Renaissance (wie übrigens auch des Humanismus under der Reformation) liegen in der Sehnsucht der Menschen des späten Mittelalters nach geistiger Erneuerung, nach Wiedergeburt des Menschen im Sinne der Mystik. Diese Sehnsucht lässt sich bereits bei Dante (italienischer Schriftsteller, 1265-1321) feststellen. Sie bedeutet eine Quelle aufkommenden Nationalgefühls. Der Frühhumanist Petrarca (1304-1374) drückt es in seinen Weken aus. Auch in Italien kam diese Gesinnung zu dieser Zeit auf.

Der Rainessancemensch sucht nach der reinsten Ausprägung des italienischen Menschen und glaubt ihn in der römischen Antike zu finden, wo die “humanitas” am deutlichsten ausgeprägt scheint.

Über Kunst und Politik gelangt man zu einem neuen optimistischen Weltgefühl, zu einer lebensbehagenden Wiedergeburtsfreude, die der Ausspruch Ulrich von Huttens, eines deutschen Renaissancemenschen gut illustriert: “O saeculum! O litterae! Iuvat vivere!” ( O Jahrhundert! O Wissenschaft! Es macht Spaß zu leben!)