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Renaissance und Humanismus in Deutschland

admin 11. Mai 2008

Etwas später als in Italien, um etwa 1400, beginnen Renaissance und Humanismus in Deutschland. Hier findet zu dieser Zeit eine Verschiebung der sozialen und wirtschaftlichen Machtverhältnisse statt. Der niedere Adel (das Rittertum) wird durch die Technisierung der Kriegsmaschinerie aus seiner ehemaligen Position verdrängt. Territorialfürsten und Handesstädte berauben in seiner Lebensgrundlage. Das Bürgertum (Handwerker und Gewerbetreibende) kämpft gegen Adel und Klerus um seine soziale Anerkennung. Die Bauern verlangen nach sozialer Gerechtigkeit, ein Konflikt, der in die grausamen Bauernkriege mündert.

Die Ideen der italienischen Renaissance (humanitas, Wiedergeburt der Antike) finden in Deutschland kaum Interesse, dort stehen refomatorische Bestrebungen im Mittelpunkt. Literatur ist weitgehend der religiösen Frage, die auch politische, soziale und wirtschaftliche Probleme umfasst, untergeordnet. Sie wird in den Dienst der Sache gestellt, sie transportiert Programme und Ideologien, in Form von Flugblättern und Sendbriefen wird sie zum Mittel des Appells und der Agitation (Hetze, Aufwiegelei).

Die Themengebiete von Renaissance und Humanismus in Deutschland sind oftmals Teil bzw. sogar Hauptaspekt von Hausaufgaben im Rahmen der Literaturgeschichte. Für weiterführende Informationen zur expliziten Erörterung dieser beiden Thematiken findet sich ausreichend Literatur - sowohl im Internet als auch in Bibliotheken.