Höfisches Epos

Höfisches Epos

admin 10. Mai 2008

Heinrich von Veldeke markiert mit seinem Epos Eneit (um 1170), einen antiken Stoff, den Beginn der deutschen höfischen Epik. Hartmann von Aue (vor 1200), Wolfram von Eschenbach (nach 1200) und Gottfried von Straßburg (um 1210) stellen ihren Höhepunkt dar. Die Auftraggeber, der Ort der Literatur und das Publikum sind mit dem der höfischen Minnelyrik ident. Als Vorbild für die deutsche Epik des Hochmittelalters dienen französische Werke, besonders Chrétiens de Troyes´, der seine Epen zwischen 1160 und 1190 verfasst.

Das Streben der Literatur ist es - verinfacht gesagt -, das Bild des idealen Rittertums zu entwerfen. Es soll der Ritter gezeigt werden, der sein Wirken in der Welt und Gott gegenüber harmonnisch vereinbart. Die Epen bestehen of aus osen miteinander verbundenen Episoden, deren Sinn erst aud den programmatischen Zusammenhängen hervorget.