Höfischer Minnesang (1170-1250)

Höfischer Minnesang

admin 10. Mai 2008

Die Phase von 1170 bis 1190 wir auch als die Zeit des “Hohen Minnesangs” bezeichnet, die stark von den provenzialischen Troubadours und den nordfranzösischen Trouvéres beeinflusst ist. Als wichtigster Vertreter des deutschen Minnesangs gelten Heinrich von Rugge, Heinrich von Veldeke, Friedrich von Hausen, Hartmann von Aue, Heinricht von Morungen und Reinmar von Hagenau. Walther von der Vogelweide ist einerseits bekannt für perfekt ausgeführte Lieder der hohen Minne, andererseits gilt er als einer, der sie mit seinem kritischen Verstand überwunden hat.

Minnelyrik ist Formkuns, die von einfachen Formen bis hin zu komplizierten vers-, Strophen- und Reimtechniken reicht.

Über 80% aller deutschen Minnelieder sind in der Form der Kanzonenstrophe oder Stollenstrophe, einer romanischen Strophenform verfasst. Sie besteht aus zwei metrischen und musikalische gleich gebauten Stollen (= Versgruppen), die den Aufgesang bilden und nach derselben Melodie gedungen werden, und einem anders gebauten (= gesungenen) dritten Teil dem Abgesang.