Mittelalter

Barock - Grundzüge der Epoche

admin 11. Mai 2008

Der Dreißigjährige Krieg (1618-1648) ist neben der Auseinandersetzung zwischen protestantischer Refomration und katholischer Restauration auch ein Krieg zwischen fremden Nationalstaaten auf deutschen Boden. Er bestimmt die geistige, politische und ökonomische Situation dieser Epoche. Daneben besiegelt er die Zerrissenheit des Deutschen Reiches und sorgt dafür, dass sich der Absolutismus hier an vielen kleinen und größeren Höfen durchsetzt, nicht auf nationaler Ebene wie in Frankreich, das eine kulturelle und politische Vormachtstellung in Europa einnimmt.

Dieser Krieg hinterlässt ein verwüstetes Land, wenn auch verschiedene Teile Deutschlands in unterschiedlicher Härte und Dauer betroffen sind. 1618 hat das Reich ca. 16 Millionen Einwohner, nach dem Krieg, 1648, nur mehr 9 bis 10 Millionen. Neben den unmittelbaren Kriegsverlussten sind es vor allem die Pest und andere Seuchen, Misserten und Hungersnöte, die die Bevölkerung dezimieren. Erst in der Mitte des 18. Jahrhunders sind die Bevölkerungsverluste ausgeglichen und der Stand der Vorkriegszeit wieder erreicht.

Die “Vergänglichkeit” is also eine verständliche Grunderfahrung der Bevölkerung, Pessimismus beherrscht das Menschenbild, der Mensch sucht Trost in einer religiösen und geistlichen Welt. Doch der Religionsstreit hat auch das Vertrauen in die kirchlichen Institutionen angegriffen. Daher lebt die Mystik, das ist eine persönliche undogmatische Gottesschau, wieder auf un relifoöse Schwärmerberwegungen zeihen viele Mensch in ihren Bann.

Die Umwälzungen im politischen Beriech, die religiösen Spannungen, die Entdeckungen, vor allem in Medizin und Astronomie, die das tratitionelle Weltbild erschüttern, wirken sich auch auf das literatische Leben aus. Durch Nikolaus Kopernikus (1473-1543) und Galileo Galilei (1564-1641) setzt sich allmählich gegen den Widerstand der Kirche das heliozentrische Weltbild durch (die Sonne ist das Zentrum der Erd- und Planetenumlaufbahnen).

Dichterische Weke werden bis zu dieser Zeit von einer relativ kleinen Gruppe hervorgebracht und aufgenommen, von den städtischen Humanisten und von den Gebildeten aus der Geistlichkeit und dem höheren Adel. Im 17. Jahrhundert gehören die bürgerllichen Dichter bis auf wenige Ausnahmen den Gelehrtenstand an. Sie alle haben eine Universitätsbildung, sind also in Thetorik und Poetik vertraut, was als Voraussetzung für die Ausübung der Dichtkunst gilt.

Die Autoren leben als Geistliche, Universitätsprofessioren, Ärzte oder Verwaltungsbeamte im Dienst der Fürsten. Sie sind keine freien Schriftsteller, sondern abhängige Lohnempfänger; von der Literatur allein kann der Dichter nicht leben. Mit Büchern verdient man in der Regel kein Geld, da die Auflagen niedrig, die Herstellungskosten aber hoch sind. Nur die Adeligen und ser vermögenden Bürger können sich Bücher leisten. Ein Roman kostet zirka einen Monatslohn eines niedrigen Beamten.

Der größte Teil der schönen Literatur ist Gelegenheitsdichtung, bei Hofe als Fürstenhuldigung oder zur gehobenen Unterhaltung, für den wohlhabenden Bürger als Auftragsarbeit für Hochzeiten, Taufen oder Beerdigungen. Barockdichtung ist deshalb vorwiegend Gesellschaftsdichtung.

Daneben und trotzdem soll Dichtung lehrhaften Zwecken dienen und zu einem tugendhaften Leben anleiten, Poesie wird also auch als Disziplinierungsmittel verwendet. Selbstbeherrschung, Unterdrückung weltlicher Leidenschaften und das Erkennen einer höhren weltlichen und göttlichen Ordnung sind Ziele dieser Art zeitgenössischer Dichtung.

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Spätmittelalter

admin 10. Mai 2008

Seit dem Tod Heinrichs VI. 1197 herrscht die Tendenz zum territorialen Reichsfürstentum, weg vom Kaisertum. Die Territorialstaaten beanspruchen absolute Souveränität; die Macht konzentriert sich an den wenigen großen Fürstenhöfen, wärend der größte Teil des Adels politisch unwichtig wird.

Das Lehenswesen verliert infolge des Niedergangs des Kaisertums seine Bedeutung. Der Ritterstand, auch durch die Verwendung ven Hnadfeuerwaffen und Geschützen militärisch irrelevant geworden, löst sich auf. Durch die Landflucht in die Städte und durch die Abwanderung in die neukolonisierten Ostgebiete vermindern sich die Einkommen der Grundherren. Die Agrarkrise des 14 Jahrhunderts bedeutet den wirtschaftlichen Ruin des niederen Adelsund somit eine weitere Schwächung des feudalen Systems.

Das 14. Jahrhundert ist durch instabile soziale und politische Verhältnisse gekennzeichnet

  • Hungersnöte und Teuerungen
  • Pestepidemien um 1450, durch die 1/3 der westeuropäischen Bevölkerung stirbt
  • Zwei Päpste (in Rom und in Avignon)

Die soziale Schichtung im Spätmittelalter ist dadurch gekennzeichnet, dass zu den Ständen Geistlichkeit, Adel und Bauernschaft das Bürgertum hinzukommt. Vom Anfang des 13. Jahrunderts an steigt das nichtadelige Stadtbürgertum sozial auf, es kommt in weiterer Folge zu einer Verschmelzung von Geburts- und Geldadel. Dennoch kann man von der Literatur des 13. und 14. Jahrunderts nicht als bürgerliche Literatur sprechen, das sich erst im 15. und 16. Jahrhundert entgültig ein einheitliches Bürgertum entwickelt hat.

Höfisches Epos

admin 10. Mai 2008

Heinrich von Veldeke markiert mit seinem Epos Eneit (um 1170), einen antiken Stoff, den Beginn der deutschen höfischen Epik. Hartmann von Aue (vor 1200), Wolfram von Eschenbach (nach 1200) und Gottfried von Straßburg (um 1210) stellen ihren Höhepunkt dar. Die Auftraggeber, der Ort der Literatur und das Publikum sind mit dem der höfischen Minnelyrik ident. Als Vorbild für die deutsche Epik des Hochmittelalters dienen französische Werke, besonders Chrétiens de Troyes´, der seine Epen zwischen 1160 und 1190 verfasst.

Das Streben der Literatur ist es - verinfacht gesagt -, das Bild des idealen Rittertums zu entwerfen. Es soll der Ritter gezeigt werden, der sein Wirken in der Welt und Gott gegenüber harmonnisch vereinbart. Die Epen bestehen oft aus losen miteinander verbundenen Episoden, deren Sinn erst aus den programmatischen Zusammenhängen hervorgeht.

Im Rahmen dieses Artikels sei weiters angemerkt, dass das Epos neben Drama und Lyrik eine wichtige Hauptform der allgemeinen Dichtung darstellt. Davon bedeutungstechnisch zu trennen ist die sogenannte Epik, die vielmehr die generelle erzählende Dichtung meint. Heute hingegen versteht man unter dem Terminus “Epos” weitgehend eine grundsätzliche Erzählung, die als weitläufig, umfassend und ausschweifend charakterisiert wird.

Höfischer Minnesang

admin 10. Mai 2008

Die Phase von 1170 bis 1190 wir auch als die Zeit des “Hohen Minnesangs” bezeichnet, die stark von den provenzialischen Troubadours und den nordfranzösischen Trouvéres beeinflusst ist. Als wichtigster Vertreter des deutschen Minnesangs gelten Heinrich von Rugge, Heinrich von Veldeke, Friedrich von Hausen, Hartmann von Aue, Heinricht von Morungen und Reinmar von Hagenau. Walther von der Vogelweide ist einerseits bekannt für perfekt ausgeführte Lieder der hohen Minne, andererseits gilt er als einer, der sie mit seinem kritischen Verstand überwunden hat.

Minnelyrik ist Formkuns, die von einfachen Formen bis hin zu komplizierten vers-, Strophen- und Reimtechniken reicht.

Über 80% aller deutschen Minnelieder sind in der Form der Kanzonenstrophe oder Stollenstrophe, einer romanischen Strophenform verfasst. Sie besteht aus zwei metrischen und musikalische gleich gebauten Stollen (= Versgruppen), die den Aufgesang bilden und nach derselben Melodie gedungen werden, und einem anders gebauten (= gesungenen) dritten Teil dem Abgesang.

Wenn Sie mehr über den höfischen Minnesang erfahren wollen, dann ist vielleicht der Blog http://www.lifestyle-blog24.de/ die richtige Anlaufstelle für Sie. Neben allgemeinen Lifestyle-Artikeln finden sich hin und wieder lyrische Zwischenbeiträge wieder. Auch http://www.gigogne.ch/ präsentiert seinen Besuchern Blogartikel rund um Lyrik, Poesie und Dichtkunst. Fazit: Das beweist klar und deutlich, dass der Minnesang auch heute noch vielseitiges Interesse weckt.

Und wenn Sie gerne in den interpretationsfreudigen Zeilen von Minnesang-Werken versinken, dann ist der Garten oder eine kuschlige Ecke in der warmen Stube genau der richtige Ort dafür. Informieren Sie sich doch auf http://www.haus-garten24.de/, wie Sie sich im Garten oder im Haus gemütlich entspannen. Auch die Seiten http://www.hausbau-blog.com/ und http://www.wohnenamlindenberg.de/ können Ihnen vielleicht dabei behilflich sein, Lyrik, Minnesang und Co. richtig genießen zu können.

Frühhöfischer Minnesang

admin 6. Mai 2008

Der Begriff “höfisch” ist im 12. Jahrundert entstanden und bezeichnet die adelige Gesellschaftskultur bzw. die (höfische) Dichtung, die sich thematisch und formal nach ihr ausrichtet. “Höfisch” steht für ein Gesellschaftsideal, für ein Programm und bedeutet in übertragenem Sinne: Glanz, Schönheit, vornehme Abstammung, edle Gesinnung, gutes Benehmen, ritterliche Tugend und Gesinnung, Frömmigkeit … - zentrale Werte für das Hofpublikum.Der literaturhistorische Begriff mein den Hof als Ort der Literatur: die “höfische Dichter” und das “höfische Publikum” des staufischen Kaisertums.

“Höfische Epic” und “höfische Lyrik” als Hauptformen der Dichtung an den Höfen sind die dazugehörenden literarischen Gattungsbegriffe. Die Vertreter des frühhöfischen Minnesangs wie Der von Kürenberg, die Burggrafen von Regensburg und Rietenburg, Meinlo von Sevelingen und Dietmar von Aist leben im Raum zwischen Regensburg und Wien, über ihre Biografie ist fast nichts bekannt. Ihre Texte werden ein Jahrundert später aufgezeichnet, bei vielen davon stellt sich die Frage ob sie authentisch sind.

Ja, für viele mag frühhöfischer Minnesang wie ein Zungenbrecher oder Pfannkuchen Rezept klingen, weil man den Sinn bzw. die Bedeutung wirklich nicht leicht versteht. Trotz allem macht auch hier Übung den wahren Meister: Nach den ersten Werken von u.a. Walther von der Vogelweide werden auch Sie bald wissen, was einzelne Floskeln bedeuten. Da kann das Minnesang-Lesen auch richtig Spaß machen und auch Wissen vermitteln - denn wer weiß schon, was Begriffe wie “Liebe”, “Frohe Ernte” oder “Baum” auf “minnesängisch” heißen? Zwar werden Sie keine zeitgenössischen Wörter wie u.a. “Computer”, “Handy” oder “SMS-Station.de” lernen, aber das ist auch gar nicht so wichtig, da dies ohnehin keine Themen im Rahmen des Minnesangs sind.

Gedichte und Texte finden sie auf www.gratis-gedicht.de

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